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Neu hinzugekommen ist im Jahr 2006 eine Bronzetafel zur Erinnerung an den Reformator Calenberg-Göttingens, Antonius Corvinus (1501-1553), der in der Marktkirche begraben ist. Die alte Tafel war im Krieg zerstört worden. Nun hat der bedeutende Reformator seinen Platz in der Marktkirche zurückerhalten. (Zur Bedeutung Corvins für die Reformation in Niedersachsen s. unter 'Literatur').
Schon 1328 und 1403 werden Orgeln urkundlich erwähnt. Um 1640 erweiterte der bekannte Orgelbauer Compenius eine nachreformatorische Orgel, deren Rückpositiv 1715 zunächst in die alte Kirche in Garbsen gelangte und nach deren Abbruch 1843 in den klassizistischen Neubau; dort ist es noch heute in Gebrauch. Das nachfolgende Instrument wurde unter Verwendung älterer Teile von den Gebrüdern Meyer umgebaut. 1893 bekam diese Orgel als Ergebnis einer großen Reparatur durch Furtwängler und Hammer einen neogotischen Prospekt. Er überstand den Krieg weitgehend unzerstört, wurde dann aber 1953/54 mit anderen erhaltenen neogotischen Ausstattungsstücken zugunsten der jetzigen Einrichtung aufgegeben.
In der Mitte der Nordwand lehnt sich die rund 50 Jahre jüngere Grabstele des Ehepaares Eylers an das Backsteinmauerwerk. Die Fotografien zeigen frühere Zustände der Marktkirche. Mittelpunkt des nördlichen Chores, nach der Familie Türke auch Türkenchor genannt, ist das mit 1,4 m Durchmesser für den praktischen Vollzug wenig brauchbare Messingtaufbecken der Marktkirche aufgestellt. Es stammt sicherlich aus der gleichen Werkstatt in Hildesheim wie die Taufe im Südchor, auch im Programm ist es ähnlich. In zehn Nischen sind Heilige aneinander gereiht, von denen Jacobus d. Ä. – der Namenspatron mit Pilgermuschel am Hut, Johannes und Petrus sowie die Heilige Katharina mit Schwert (das Rad fehlt) und die Heilige Barbara mit Turm klar ablesbar sind. – Beide Taufen sind Kunstwerke von beachtlichem Rang. An den Wänden dieses Chores stehen drei weitere Grabplatten, von denen die eines unbekannten Geistlichen aus der Zeit um 1650 sehr sparsam gestaltet ist. Oberhalb ist die Figur des Kirchenheiligen Georg aufgestellt, die ursprünglich das Hauptportal zierte und dort aufgrund ihres schadhaften Zustandes der modernen Interpretation des Georg Platz machen musste. Der Rundgang führt über das Mittelschiff zum Ausgang zurück. |
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