06. August 2006
Gedenken an Hiroshima
Friedenstag in der Aegidienruine und Friedensgebete mit aktuellem Bezug
Von üppigem Grün bewachsen und mit bunten Glasobjekten in den Fensterausschnitten ebenso einfühlsam wie kunstvoll geschmückt, ist die Aegidienruine in der hannoverschen Innenstadt ein markanter Punkt. Doch sie war, ist und bleibt mehr: Ein Mahnmal für den Frieden, eine Erinnerung an die Opfer von Gewalt, Terror und Krieg.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse im Nahen Osten gewinnt der 61. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki zusätzliche Bedeutung. Dem Hiroshimatag am Sonntag, 6. August, fällt daher eine besondere Rolle zu.
Mit Ansprachen von Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann und Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg beginnt um 8 Uhr am Sonntag morgen die Gedenkfeier, während der um 8.15 Uhr die Glocke in der Turmhalle angeschlagen wird. Übrigens zeitgleich wie in Hiroshima die Schwesterglocke. Mit diesem globusumspannenden Glockenklang wird an den Zeitpunkt des Abwurfs der Bombe vor 61 Jahren erinnert.
Im Anschluss beginnt die Teezeremonie, der ab 9 Uhr stündlich wiederkehrende Gebete, Stille und Meditationen folgen. An deren Gestaltung sind zahlreiche Religionen beteiligt. Mit einer ökumenischen Friedensandacht klingt der Hiroshimatag in der Aegienruine ab 18 Uhr aus. Eine Ausstellung von Kinderzeichnungen zum Thema Krieg und Frieden ist dort den gesamten Tag über zu sehen.
Bereits am Montag. 31. Juli, gibt es bis Freitag, 4. Juli, täglich um 18 Uhr Gebete für den Frieden in der Marktkirche. Ähnlich wie in Leipzig wird in Hannover damit auf die kriegerischen Auseinandersetzuntgen im Nahen Osten reagiert.
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