Kalenderblatt vom 24. Januar 2019

Losung

Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, auf dem sie nicht straucheln; denn ich bin Israels Vater.

Jeremia 31,9

Lehrtext

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19,10

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 20. Januar 2019 bis Samstag, 26. Januar 2019

Wochenspruch

Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. (Joh 1, 16)

Feiertag

2. Sonntag nach Epiphanias

Erklärung

Was bleibt von und was folgt der Geburt im Stall von Bethlehem? Das Fest Epiphanias, zu Deutsch Erscheinung, und die folgenden Sonntage gehen dieser Frage nach. Sie gehören noch zum Weihnachtsfestkreis.
Gott wird sichtbar in Jesus über die Grenzen Israels hinaus, sowohl in dem neugeborenen Kind als auch im herangewachsenen Mann. Davon handeln die Texte in den Gottesdiensten der Epiphaniaszeit: Gelehrte aus fernen Landen kommen, um den „neugeborenen König anzubeten“; während der Taufe Jesu (Evangelium am 1. Sonntag nach Epiphanias) und auf einem Berg im Beisein der engsten Freunde (Evangelium am letzten Sonntag der Epiphaniaszeit) vermacht Gott seine Kraft an Jesus: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“; während einer Hochzeitsfeier in dem Dorf Kana setzt Jesus selbst das erste Zeichen dieser Kraft.

Thema

Der Freudenmeister

Röm 12, 9-16

9 Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an.

10 Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. 

11 Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn.

12 Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.

13 Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.

14 Segnet, die euch verfolgen; segnet, und verflucht sie nicht.

15 Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden.

16 Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch zu den niedrigen. Haltet euch nicht selbst für klug.

Andacht der Woche

Täglich werde ich mehrfach dazu aufgefordert: Ich soll eine Internetseite aufrufen, eine Küche mit vielen Prozenten Rabatt kaufen oder mir weitere Informationen über neuen Serien und Filme anschauen, die demnächst im Fernsehen oder bei Netflix zu sehen sind. Und je mehr ich von diesen Aufrufen bekomme, um so genervter bin ich mit der Zeit. Eigentlich will ich nämlich nicht manipuliert und bevormundet werden. sondern selbst entscheiden, wann ich etwas tue oder gar kaufe.

Call-to-action heißt das in der Marketingsprache: Es ist „ein an das Publikum gerichteter Aufruf, um eine sofortige Reaktion zu provozieren. Oft werden dazu Imperative verwendet.“ In einem Abschnitt seines Briefes an die Gemeinde in Rom hat der Apostel Paulus eine ganze Reihe Call-to-Action-Aufforderungen aufgezählt. Allerding sind sie ethischer Natur: Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich! Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet! Übt Gastfreundschaft! Segnet, die euch verfolgen!

Wenn ich schon bei Werbeaufrufen irgendwann genervt bin, wie sieht das dann bei solchen ethischen Aufforderungen aus? Lasse ich mir da gerne etwas vorschreiben? Eher nicht. Und wahrscheinlich wäre es da auch der Gemeinde in Rom nicht anders gegangen, wenn Paulus nur eine ethische Forderung an die andere gereiht hätte. 

Doch Paulus will mehr. Es geht ihm nicht um ein ethisches Konzept unter vielen. Er möchte Begeisterung wecken für ein Handeln im Alltag, das sich leiten lässt von Liebe. Und bei dem jedem Einzelnen gerade keine Verantwortung abgenommen wird: Jede und jeder ist immer wieder neu aufgerufen, sein Handeln an der Liebe Gottes auszurichten.

Das ist ein call-to-action, der nicht bevormundet oder manipuliert, sondern jeden Tag wieder neu herausfordert.

Amen.

Pastor Benjamin Simon-Hinkelmann

Liturgische Farbe

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Weiß als ungebrochenes Licht, als Vereinigung aller Farben, als Farbe von Reinheit und Unschuld bestimmt die Christusfeste (Ostern, Weihnachten) und die Sonntage des Göttlichen Gegenwart (Epiphanias, Trinitatis)

Bild: Klaus Brinkmann

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.:Liturgisches Kompendium

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe zum kurzen Innehalten im schnellen Lauf der Zeit - Autorin: Susanne Niemeyer

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Morgenandacht

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Dass aus krummen Wegen gerade Wege werden können, davon wird im Alten Testament gerne erzählt. Die Morgenandacht von Tilmann Präckel.

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Wochenlied

Du Morgenstern, du Licht vom Licht (EG 74) und In dir ist Freude (EG 398)

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