Am Beginn des jüdischen Chanukka Festes kam es am 14. Dezember 2025 in Sidney zu einem Anschlag, dem 15 Menschen zum Opfer fielen und mindestens 40 Schwerverletzte forderte. Weltweit hat dieser Terrorakt für Bestürzung gesorgt und große Trauer ausgelöst. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hannover (ACKH), versichert mit diesen Zeilen ihr tief empfundenes Mitgefühl gegenüber allen Leidtragenden. Wir sprechen unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern unsere Verbundenheit aus und sichern unsere Solidarität zu.
Einmal mehr wird deutlich, dass in unserer Zeit der Antisemitismus zu einer weltweiten Realität geworden ist. Hass und Gewalt bedrohen unser alltägliches Leben immer mehr. Der Anschlag in Sydney richtete sich zunächst gegen jüdisches Leben. Doch in Wahrheit ist es ein Anschlag gegen alle Menschen, die ein friedliches und von Respekt geprägtes Miteinander in Vielfalt leben wollen. Es gibt zu diesem friedlichen und respektvollen Miteinander keine Alternative. Daher treten wir als Christinnen und Christen aus Hannover, die wir aus ganz unterschiedlichen Konfessionsfamilien kommen, mit Nachdruck jeder Ausbreitung von Hass, Gewalt und Terror entgegen.
Als ACKH sind wir auch mit unseren muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern verbunden, die unter einer möglichen Stigmatisierung von Gewalt leiden und in der Folge Vorverurteilung und Ausgrenzung erleben müssen. Wir drücken all denen unsere Solidarität aus, die sich von Gewalt in jeder Form distanzieren.
Darüber hinaus rufen wir als ACKH in Erinnerung, dass sich seit Jahrzehnten in Hannover ein friedliches und tolerantes Miteinander der Religionen etabliert hat. Die erste nach dem Krieg erbaute Synagoge in Deutschland steht in Hannover, die Jüdische Gemeinde wuchs von wenigen Hundert auf mehr als viertausend Mitglieder, christliche Kirchen konnten in jüdische Gemeinde- und Kulturzentren umgewidmet werden.
Als ACKH glauben wir, dass die Erfahrungen von Vielfalt auch weiterhin zu einem Reichtum in unserer Stadt und darüber hinaus beitragen können. Im Geist der Nächstenliebe und Barmherzigkeit setzen wir uns für ein gewaltfreies und friedliches Miteinander ein. Dazu hat uns Gott berufen.