Das Theaterstudio „Teatromania 2.0“ thematisiert am 24. Februar in der Marktkirche Heimatverlust, Kriegstrauma und die Hoffnung auf Rückkehr.
Was bleibt von der Heimat, wenn man sie verlassen muss? Dieser Frage geht das Theaterstudio „Teatromania 2.0“ am Dienstag, den 24. Februar 2026, um 19:00 Uhr in der Marktkirche Hannover nach. In der dokumentarischen Performance „Flügel“ verarbeiten junge Geflüchtete aus der Ukraine ihre Erlebnisse und werfen einen tiefgreifenden Blick auf die Realität des Krieges.
Zwischen Heimweh und Resilienz
Für viele Geflüchtete manifestiert sich die Erinnerung an das frühere Leben in winzigen Details: das Licht im Fenster der Nachbarn, der vertraute Geruch der eigenen Straße oder eine bestimmte Blume. Das Stück „Flügel“ symbolisiert den Wunsch, getragen von Sehnsucht in ein friedliches Leben zurückzukehren. Dabei setzen sich die jungen Darstellerinnen und Darsteller im Alter zwischen 12 und 20 Jahren intensiv mit ihrer Herkunft auseinander. Die Stadt wird in der Inszenierung zum Spiegelbild des eigenen Charakters und zum Bewahrer familiärer Spuren.
Theater als Ort der Verarbeitung
Die Performance ist das Ergebnis monatelanger Arbeit unter der Leitung von Anton Telbizov. Telbizov, der elf Jahre lang das Volkstheater „Teatromania“ im ukrainischen Mariupol leitete, gründete mit „Teatromania 2.0“ ein kreatives Zentrum für geflüchtete Jugendliche in Niedersachsen.
In dem Stück verschmelzen klassische Schauspielübungen, Bühnensprache, Rhythmik und Gesang zu einer Einheit. „Flügel“ ist jedoch mehr als eine bloße Werkschau; es ist ein mutiger Versuch, die Frage zu beantworten, wie eine Gesellschaft auf Krieg reagieren kann und wie junge Menschen aus traumatischen Erfahrungen neue Stärke ziehen.
Der Eintritt ist frei.