Fahrt zur Gedenkstätte Oświęcim / Auschwitz

Veranstaltung 17. Oktober 2026

Start: 17.10.2026

Ende: 24.10.2026

Erinnern, um verantwortlich das Heute zu gestalten

Foto: Rebekka Brouwer

"Wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben" – so lautet das bittere Fazit der Stuttgarter Schulderklärung, mit dem sich der Rat der EKD im Oktober 1945 an die Öffentlichkeit wandte. Die (evangelische) Kirche hatte versagt, hatte sich nicht entschieden (genug) gegen den aufkommenden Faschismus gestellt. Schlimmer noch: Sie war über weite Strecken mit ihm Hand in Hand gegangen, hatte das Evangelium arischen Fantasien und Herrschaftsvorstellungen unterworfen.

80 Jahre nach Kriegsende sehen wir uns in Deutschland mit unverhohlenem Antisemitismus und neu aufkommenden Träumen von einem Deutschland konfrontiert, das nur den selbstdefinierten Deutschen zur Verfügung steht. Die Demokratie ist gefährdet. Gedenkstätten werden geschändet, Synagogen angegriffen, Menschen bespuckt. Gleichzeitig wird es schwieriger, Zeitzeugen zu erleben, die von der Zeit damals berichten und die jüngere Generation an ihre Verantwortung erinnern. 
"Nie wieder ist jetzt" ist ein Slogan, der immer wieder aufgerufen wird. Aber wer nicht weiß, worauf sich das "Nie wieder!" bezieht, kann das "Jetzt" nicht verantwortungsvoll gestalten.

Wir erkennen als Christ*innen unsere Pflicht, die deutsche Geschichte, die damit verbundenen Verbrechen und das unsagbare Leid, das über Menschen gebracht wurde, in Erinnerung zu rufen.

Diesem Ziel dient ein Bildungsprogramm, das Pastor*innen und Diakon*innen für den Kirchenkreis entwickelt haben. Es soll Menschen verschiedener Generationen, Konfessionen und Religionen miteinander in Kontakt bringen, gemeinsam in die Lage versetzen, sich diesem schrecklichen Teil deutscher Geschichte zu stellen, aktuelles jüdisches Leben in Hannover kennenzulernen, sprachfähig zu werden und in die Gesellschaft hinein als Multiplikator*innen für ein geschichts- und verantwortungsbewusstes Handeln zu wirken.

Alle Termine mit dem Besuch der Gedenkstätte im Oktober 2026 als Abschluss können der Informationsbroschüre entnommen werden.