Zum Reformationstag feiert die Gesamtkirchengemeinde Linden-Limmer am 31. Oktober um 18 Uhr einen Reformationsgottesdienst in der Bethlehemkirche, Bethlehemplatz 1, 30451 Hannover. Gleichzeitig wird im Gottesdienst die Ausstellung „Sehen und Säen“ zu Leben und Werk von Albert Schweitzer eröffnet. Die Initiative „Lebensraum Linden“ und die Gesamtkirchengemeinde zeigen bis 22. November die Ausstellung, die von der Friedensbibliothek Berlin stammt.
Albert Schweitzer (1875 – 1965) wurde für seine Tätigkeit als „Urwalddoktor“ im zentralafrikanischen Gabun u.a. mit dem Friedensnobelpreis für das Jahr 1952 ausgezeichnet. Er war nicht nur als Arzt aktiv, sondern auch Organist und Interpret der Werke von Johann Sebastian Bach. Und er engagierte sich konsequent gegen Rüstung und Krieg. Sein Leitgedanke lautete: „Habt Ehrfurcht vor allem Leben.“
Albert Schweitzer hatte auch Verbindung mit Hannover-Linden
Auf Betreiben der Rektorin Ella Krieser wurde die Schule in der Fröbelstraße (Linden-Nord) 1952 in „Albert-Schweitzer-Schule“ umbenannt. Die Rektorin stand mit dem Namenspaten in Briefkontakt und hatte ihn auch im afrikanischen Lambarene besucht. Im Rahmen einer Europareise besuchte Albert Schweitzer die nach ihm benannte Schule in Linden am 5. Oktober 1959. Seine Ansprache ist in Text und Ton erhalten. Anschließend besuchte Albert Schweitzer das Grab von Ella Krieser, die Anfang des Jahres verstorben war.
Den Gottesdienst am Reformationstag gestalten Pastor Marcus Buchholz und Vikar Max Walter-Israel. Als Gastprediger ist der Hautarzt Stefan Walther aus dem Elsaß eingeladen. Walther ist im Vorstand der Stiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum (DASZ). Der Posaunenchor begleitet den Gottesdienst unter der Leitung von Kirchenmusiker Magnus Witting.
Die Ausstellung ist nach den Gottesdiensten in der Bethlehemkirche zu sehen sowie donnerstagnachmittags, 15 bis 18 Uhr. Einzeltermine für Gruppen können unter Telefon (0511) 9245331 oder per Mail: KG.Linden-Limmer.Hannover@evlka.de angemeldet werden.