Evangelischer Umweltverein in Hannover gegründet

Pressemitteilung Hannover, 05. Juli 2026

Neuer Verein will kirchliches Umweltengagement praktisch stärken – Schwerpunkte sind klimagerechte Landverpachtung, Photovoltaik im Selbstbau und mögliche Moor-Wiedervernässung

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Im Gemeindehaus der Jakobi-Kirchengemeinde in Hannover-
Kirchrode ist am Samstag, den 27. Juni 2026, der Evangelische Umweltverein gegründet worden. Im Anschluss an die Gründungsversammlung fand von 11:00 bis 12:30 Uhr eine öffentliche Informationsveranstaltung für Interessierte an kirchlicher Umweltarbeit statt.

Der neue Verein möchte das Umweltengagement in der Kirche stärken und konkrete Projekte voranbringen, die Kirchengemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Einrichtungen beim Handeln für Klimaschutz, Biodiversität und Schöpfungsverantwortung unterstützen. Ausgangspunkt der Initiative war das Klimaschutzgesetz der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Bereits kurz nach dessen Beschluss hatten ehrenamtlich Mitarbeitende aus den Kirchenkreisen Hannover und Hildesheim die Idee, ergänzend zu bestehenden kirchlichen Strukturen ein zivilgesellschaftlich getragenes Engagement
aufzubauen.

„Wir wollen gemeinsam in unserer Kirche ins Tun kommen“, heißt es aus dem Kreis der Initiatorinnen und Initiatoren. Der Verein versteht sich dabei als unterstützende, vernetzende und praktisch arbeitende Initiative. Besonders im Blick stehen Themen, die bislang vom Team Umweltschutz in der Evangelischen Agentur nicht oder nur begrenzt bearbeitet werden können.

Zu den ersten Arbeitsschwerpunkten des Vereins gehören die klimagerechte Verpachtung von Kirchenland und die Frage, wie kirchliche Flächen stärker nach ökologischen und klimaschutzbezogenen Kriterien genutzt werden können. Ein weiteres zentrales Thema sind Photovoltaik-Anlagen auf Kirchendächern im Selbstbau. Hier möchte der Verein Wissen bündeln, Erfahrungen auswerten und Kirchengemeinden dabei unterstützen, eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und umzusetzen.

Perspektivisch könnte auch die Wiedervernässung kirchlicher Moorpotenzialflächen ein Thema des Vereins werden. Moore gelten als besonders wichtige natürliche Kohlenstoffspeicher und können bei Wiedervernässung einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Verein will prüfen, welche Rolle kirchliche Flächen dabei spielen können und wie entsprechende Vorhaben fachlich, organisatorisch und praktisch begleitet
werden könnten.

In den Vorstand wurden gewählt: Detmar Schäfer als 1. Vorsitzender, Reinhard
Benhöfer
als 2. Vorsitzender und Kirein Franck als Kassenwart. Der Vorstand soll nun die nächsten Schritte einleiten, insbesondere die Eintragung des Vereins vorbereiten, Arbeitsstrukturen aufbauen und weitere Interessierte gewinnen.

Der Evangelische Umweltverein lädt Menschen ein, die kirchliche Umweltarbeit praktisch unterstützen, fachliches Wissen einbringen oder sich an konkreten Projekten beteiligen möchten. Angesprochen sind Haupt- und Ehrenamtliche aus Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und kirchlichen Einrichtungen ebenso wie Fachleute und Interessierte aus Landwirtschaft, Energie, Naturschutz, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Die Gründung des Vereins ist ein Zeichen dafür, dass kirchlicher Klimaschutz nicht allein durch Beschlüsse und Zielsetzungen lebt, sondern durch Menschen, die Verantwortung übernehmen und konkrete Schritte gehen. Der Evangelische Umweltverein möchte dazu beitragen, dass aus guten Absichten wirksames Handeln wird – vor Ort, in den Gemeinden und auf kirchlichen Flächen.